Was ist Hadsch?

Im Islam sind Ibâdas eine besondere Form der Nähe zu Allah. Ibâdas sowie Gebote und Verbote sind da, um den Gläubigen charakterlich zu vervollkommnen und ihm eine gute Lebensführung zu ermöglichen. Der Hadsch ist eine besondere Ibâda. Während dem Hadsch sind die Gläubigen Allah ganz nah. Die Pilger versuchen auf dem Hadsch das Körperliche und das Geistige zu verbinden und ein Gleichgewicht zwischen diesen herzustellen. Neben jenseitigen, spirituellen und sozialen Aspekten ist auch die psychische Wirkung des Hadsch wichtig. Schließlich ist der Hadsch eine Form der Wertebildung. Durch die Pilgerfahrt können Muslime spirituell wachsen und die Kontrolle über ihren Nafs gewinnen. Der Besuch der gesegneten Stätten ist eine weitere Möglichkeit, Werte zu festigen, indem Tugenden wie Geduld, Hilfe und Unterstützung, Solidarität, Toleranz usw. erlernt werden.

 

Auch auf sozialer Ebene trägt der Hadsch dazu bei, den Zusammenhalt und die Solidarität unter Muslimen zu festigen und das Gemeinschaftsgefühl der Umma zu stärken. Der Koranvers: „Alle Muslime sind Geschwister“ spiegelt sich im Hadsch wieder, indem er für alle Pilger deutlich spürbar wird. Der Ihrâm-Zustand ist etwas ganz Besonderes. In diesem Zustand erfahren die Pilger, was es heißt, allen Geschöpfen gegenüber liebevoll und barmherzig zu sein. Die Gebote im Ihrâm-Zustand zielen darauf ab, den Pilger in jeder Hinsicht zu sensibilisieren. Ihr Leben richtet sich dem Jenseits zu.

 

Der Hadsch ist die Probe der Aufstehung und Versammlung am Jüngsten Tag. Der Pilger erkennt seinen Schöpfer und damit seine Stellung als Geschöpf. Auf dem Hadsch kommen Muslime aus allen Ländern zusammen und erleben ihn mit gleichen Gefühlen. Sie alle teilen dieselben Werte und hegen die gleiche Hoffnung. Sie genießen die gleiche Freude und erfüllen allesamt ihre Pflichten. Jeder Pilger verlässt und verabschiedet die gesegneten Orte als ein unzertrennlicher Teil der Umma.

Für Hadsch und Umra Anmeldungen finden Sie hier die nächste Regionalstelle